Allergisch auf Natur pur – kein Paradox

Allergisch auf Natur pur – kein Paradox

„Ich pflege meine Haut mit Naturprodukten – und bekomme dennoch allergische Reaktionen. Wie kann das sein?” Seit 48grams von dermatest mit achtmal „Sehr gut” bewertet wurde, haben wir uns mit der zuvor genannten Frage noch stärker auseinandergesetzt. Es klingt schließlich paradox: Wie ist es möglich, dass man dem Gewebe die besten Wirkstoffe spendiert und alle Pflegetipps beherzigt – aber dennoch nicht die besten Resultate erzielt. Obwohl beispielsweise Testreihen die Unverträglichkeit bestätigen. Die Antwort hat uns Skincare-Papst Bernd Kuhs persönlich gegeben: „Wir erreichen eine optimale Verträglichkeit mit unseren Produkten – doch Natur heißt eben auch, dass es immer eine kleine Gruppe von Menschen gibt, die auf winzige Mengen bestimmter Stoff oder Zusammensetzungen eine allergische Reaktion zeigen. Das lässt sich niemals ganz ausschließen.”

 

Umstellungsphase von Chemie zu Natur

Bevor wir diesen Blog-Eintrag nutzen, um das Statement von Bernd Kuhs zu erklären und damit Licht ins Dunkel der hautgenetischen Fragen zu bringen, ein wichtiger Hinweis vorweg: Wer von – nennen wir es mal konventioneller – Gesichtspflege (wir meinen damit alles, was auf Chemie basiert oder mir chemischen Zutaten angereichert wurde) auf Natur-Skincare umsteigt, der kann in einigen Fällen mit Hautreaktionen rechnen. Rötungen, Stellen mit starker Austrocknung oder auch Reizungen sind nichts Ungewöhnliches – sondern ein Beleg für eine Umstellung der Haut. Sie muss sich erstmal an die neuen Inhaltsstoffe gewöhnen. Die Dauer dieser Phase kann in Ausnahmen bis zu einem Monat (!) betragen. Das ist vielleicht nicht schön – aber ein kleiner Preis für eine neue Frische, weniger Falten und mehr Gesundheit. Wenn man die Probleme und Gefahren operativen Anti-Agings mal im Vergleich betrachten will… nein… das wollen wir einfach nicht.

 

Wenn das Immunsystem gegen Natur rebelliert

Nun aber weiter: Nicht jeder kann Dermatologe sein, aber jeder sollte sich über die Wirkweisen seiner Pflege informieren können. Grundsätzlich gilt: Wenn von „natürlichen Inhaltsstoffen” die Rede ist, dann sind damit Pflanzenextrakte gemeint. Und diese haben einen nachweislich positiven Einfluss auf die Haut, sorgen dafür, dass Irritationen gelindert werden oder gar ganz verschwinden. Sie spenden aber auch Feuchtigkeit, die, aufgrund der Beschaffenheit der Moleküle, bis tief ins Gewebe eindringen kann. Die Stärkung der wichtigen Hautschutzbarriere, die Regeneration der Zellen aber auch Unterstützung bei der Gesundung der Haut… all das ermöglichen die angesprochenen „natürlichen Inhaltsstoffe”. Dennoch passiert es in seltenen Fällen, dass das Immunsystem einen Alarm gibt. Zumeist zeigt sich das in Form von Rötungen, Schwellungen oder Pickeln. Also genau der gegenteilige Effekt, den die Produkte auslösen sollen. Wir können es nur mit aller Dringlichkeit sagen: Der Gang zum Hautarzt ist im Fall der Fälle verpflichtend. Nur er ist in der Lage, den „Übeltäter” zu überführen und eine Behandlungsmethode vorzuschlagen.

 

Überpflegung – auch schleichende Allergien möglich

Es gibt zwei Allergie-Typen, die auftreten können: die sogenannte Kontakt-Allergie und die Kosmetikallergie. Erstere hat einen sofortigen Effekt an der Stelle, auf der ein Produkt aufgetragen wurde. Die Betonung liegt hier auf „sofort”. Der zweite Typus lässt sich deutlich mehr Zeit. Es kann Stunden bis zu einem Tag dauern, bis die in der Pflege verwendeten Substanzen ihre (negative) Wirkung offenbaren. Beide Allergiearten haben jedoch den gleichen Startpunkt: das Immunsystem sträubt sich gegen einen Inhaltsstoff und schüttet Antikörper aus. Die Folge sind allergische Reaktionen. Die ganze Wahrheit ist aber auch: Wenn ein Produkt über Jahre keine Unverträglichkeiten ausgelöst hat, kann sich das plötzlich ändern – ohne dass es Neuerungen in der Rezeptur gab. Eine zu häufige Nutzung (Stichwort: Überpflegung) hat vielleicht eine schleichende Form der Allergie begonnen – und dann kommen die Pickel oder Pusteln wie aus dem Nichts.

 

Je weniger Inhaltsstoffe, desto besser

Wenn es um die Auslöser geht, können wir nur ganz generell bleiben – denn wir schreiben hier einen Blog und nicht für ein Medizin-Journal. Aber zum grundsätzlichen Verständnis hier einige Basics: Werden Produkte mit den Worten „hypoallergen”, „auf pflanzlicher Basis” oder „natürlich” beworben, ist das im Zweifelsfall erstmal schönes Marketing. Der Blick auf die Inhaltsstoff-Auflistung sollte bei einer Kaufentscheidung immer verpflichtend sein. Denn: Je weniger Wirkstoffe, desto besser für die Haut. Das ist einer der Gründe, warum wir von 48grams unsere sogenannten Formulierungen – das sind quasi die Rezepte in der Creme-Küche – nur mit der geringstmöglichen Wirkstoff-Anzahl auskommen lassen. Dennoch gibt es keine Substanzen, die für wirklich jeden Menschen absolut unbedenklich sind. Daher ist Bernd Kuhs, der Entwickler der 48grams-Produkte, noch einen Schritt weiter gegangen. Alle Cremes und Masken nutzen das Prinzip der sogenannten hautidenten Fette – das ist unsere revolutionäre Biomembran-Technologie. Zusätzlich setzen wir auf Oligo-Hyaluron. Ebenfalls ein Stoff, mit dem jeder Körper bestens vertraut ist. Somit ist das allergene Potential maximal reduziert.

 

Ein Selbsttest, der für mehr Sicherheit sorgt

Ein kleiner Tipp noch zum Schluss: Wer zur schnellen Bildung von Pusteln oder Reizungen neigt, der sollte sich vor dem Einsatz eines neuen Pflege-Produkts (das gilt sowohl für konventionelle Pflege als auch für natürliche Skincare) idealerweise einem Selbst-Test unterziehen. Das klingt nun schlimmer als es ist. Für diese Probe muss nur ein Klecks eines Produkts auf die Innenseite der Armbeuge oder des Handgelenks gegeben werden. Hier ist die Haut ähnlich zart wie im Gesicht. Wenn nach spätestens 24 Stunden keine Reizung aufgetreten ist, ist die Nutzung unbedenklich. Das ist doch mal schön zu wissen.